goodbye to all that

|floskel & psycho




Lyrics: Hogarth, Music: Hogarth/Kelly/Mosley/Rothery/Trewavas


They try to trace her in the town

Appeal for information on the local news

Someone must have missed her by now

A mother or a father or a friendly face to talk her down

She's heading for the great escape

Heading for the rave

Heading for the permanent holiday ...

I. Wave

Hold your breath 'till you feel it begin

Here it comes

Do you feel that?



Feel this?

Get used to it

She had the face of the Statue of Liberty

Oh free me

The fire and ice of Amazon and Eskimo

Take me home




The edge and the glance of high fashion

Ask me about next year




II. Mad

Tell me I'm mad

How should I know

Tell me I'm mad

I have been here for so long









Help me paint a picture

They say it's a lie

Tell me I'm mad

You're a fine one to decide

Burn me in the fires of wild heaven

Like it never never never would stop

Tell me I'm mad

Tell me I imagined that

Was it something I didn't say?

Or was it something I said


Leave that stuff alone

Use me instead

I know I'm always falling off the edge of the world

I got space in my bed

You've got Egypt in your head





I've got a headful of Troy

Chandeliers and Charlemagne

Fireworks and toys





III. The Opium Den

"Hold your breath till you feel it begin

Here it comes






Get used to it"








But you sleep like a ghost with me

It's as simple as that


So tell me I'm mad


Roll me up and breathe me in


Come to my madness

My opium den

Come to my madness

Make sense of it again









IV. The Slide



Make a drug of my senses

I'll get you out of your head

I'm sick for you






Love wastes us together

Love holds us together





Love folds us together

Flowers


V. Standing in the Swing


I don't know what you're doing here

When there's murder on the street


I appreciate
your concern

























































But don't waste your time on me








I'm ashes on the water now











Somewhere far away








You think you came here just in time


But you're twenty years too late











You won't have long to wait



























"Easy, you said I was easy. This world sharpens
teeth. Eat your words..."


								
.

																				

																					

																					

																																

								

								

								

							




there is no-one here
and people everywhere

[BJÖRK: CRYING]












8. August 1994

Die Situationen gleichen sich. Vorsichtiges Abtasten bis ich die Spielereien satt habe und nicht mehr anders kann. Du wusstest, was auf dich zukommt.












4. Oktober 1994 Warum hast du mich gelehrt, darüber zu reden und selber nichts gesagt? Bemitleide mich nicht, versuch nur, mich zu verstehen. Nichts ist leichter zu beheben als das Problem, das ich habe. Redseligkeit durch kommunikative Vereinsamung. Ulrich Woelk: Freigang

„Freigang“, Ulrich Woelks erster Roman, der von Kritik und Lesern freundlich aufgenommen, gar mit dem Aspekte-Literaturpreis bedacht wurde. Protagonist ist der Physiker Frank Zweig. Dessen Geständnis, seinen Vater ermordet zu haben, bringt ihn nicht ins Gefängnis, sondern ins Krankenhaus, in die Behandlung des Psychologen Früger.

„Freigang“ ist in vielen Aspekten Frischs „Stiller“ sehr ähnlich. Beide fliehen vor ihrer Vergangenheit und versuchen, die eigene, subjektive Sicht ihres Lebens vor der objektiven, der Sicht der anderen, zu schützen. Und wie Stiller am Ende sein Leben, wie er es sieht nicht länger von dem Leben abgrenzen kann, das er aus Sicht Anderer gelebt hat und lebt, so fließen auch in Zweigs Erzählung das Leben, das seiner Einlieferung vorausging, und das, das danach kam, immer weiter zusammen.

Anders aber als Stiller behauptet Zweig eine Tat, die er als bloß symbolischen Vatermord begangen hat, und sein Ziel ist eben nicht, sein zu können, wie er sein wollte, ohne sich sein Sein von anderen aufzuzwängen, sondern einfach nur, die eigene Vergangenheit anzunehmen und akzeptieren. So simpel, aber deswegen nicht weniger interessant und lesenswert.




































































Ich habe gerade mit dir telefoniert. Es schien mir der letzte Ausweg zu sein. Ich war kurz davor, wahnsinnig zu werden. Doch als du abnahmst und dich meldetest, war ich verwirrt. Ein paar Sekunden konnte ich nicht denken, nur ein „Na“ herausbringen.





10. August 1993
Ich glaube den Leuten nicht, die behaupten, sich aus Verzweiflung ins Vergnügen zu stürzen. Die wahre Verzweiflung führt stets nur zu Gram und Teilnahmslosigkeit. Trotzdem: Ich habe es satt, mich hier rumzuquälen, nur weil es scheint, als sei eh alles zum scheitern verurteilt.

Albert Camus, Tagebuch März 1951 bis Dezember 1959



10. August 1993 Ich entwickle eine Abhängigkeit von dir, und das möchte ich nicht.







GET USED TO IT





J:L, time to get up.

S:Do you think my hair is weird?

N:Ach, L.

I:Und von Frauen sagt man, sie seien eitel.

N:Vielleicht kannst du verstehen, dass ich jetzt nicht weiter darauf eingehe?

Ulrich Woelk; Tod, Liebe, Verklärung:Ich frage mich, ob die Selbstverständlichkeit, mit der wir davon ausgehen, einander wiederzusehen, nicht gleichbedeutend ist damit, das Leben auf später zu verschieben.




-You ever pass by the lagoon in Central Park? Down by Central Park South?

-The what?

-The lagoon. That little lake like, there. Where the ducks are. You know?

-Yeah, what about it?

-Well, you know the ducks that swim around in it? In the springtime and all? Do you happen to know where they go in winter-time, by any chance?

-Where who goes?




-The ducks. Do you know, by any chance? I mean, does someone come around in a truck or something and carry them away, or do they fly away by themselves – go south or something?

j. d. salinger: catcher in the rye



















n:Ich komme mir auch verarscht vor.

-Ich weiß schon, warum du hier sitzt.

-Warum?

Blöde Gegenfrage. Du gehst, ohne ein weiteres Wort zu sagen. Bleibe, auf den Teich starrend. c und ich

ZWEI.

-Mal sehen, was die anderen machen, sage ich, stehe auf und verlasse das Gartenhäuschen.

Der Weg ist kaum noch zu erkennen, ich wanke auf den einzelnen, in Abständen eingelassenen Steinen vorsichtig um den Fischteich herum, bis ich die Umrisse des Hauses vor mir erkenne. Angemessenen Schrittes wandere ich über den Rasen und den gepflasterten Hof, lasse die leere Bierflasche neben der Haustür stehen und trete in den Flur.

Die Suche nach dem Lichtschalter blase ich nach einer Weile ab, ertaste die Treppe links des Eingangs und hangele mich hinauf. Oben angekommen steuere auf die beiden Gestalten zu. Setze mich, starre mit ihnen auf den Backofen. Es ist spät geworden. Die Lampe im Ofen sorgt für etwas Licht.

Zwei Pizzen werden als verspätetes Abendessen angeboten, nehme ein Stück von der mit Salami, dazu noch ein Bier. Alles an diesem Abend ist schrecklich.

Wir setzen uns an den Tisch, Stefan tapert durch das kaum zu erkennende Rechteck unter dem Ofen, seine Beine zeichnen kurz zwei schwarze Streifen hinein.

Wiederum taucht Nina auf, sinkt zwischen uns und dem Ofen auf die Knie und sagt ihren Text auf. Ich lasse die Pizza stehen und verschwinde unter dem Tisch, denn das war das Zeichen für meinen Auftritt im Erdinnern.

-Ist gerichtet, sagt sie.

Darauf der Leifhaftige („Ich war Gott“) aus dem Off:

-Ist gerettet.

Nun bin ich an der Reihe.

-Heinrich, Heinrich, murmele ich, den Sinn verschluckend. Schiebe die Tischdecke hoch und gucke wieder unter dem Tisch hervor, um mich Nina zuzuwenden, erspähe aber nur den Backofen. Nina ist schon wieder verschwunden.


3. Juli 1993 Eine Idylle herstellen, um sie im nächsten Augenblick wieder zu zerstören. Schein und Wirklichkeit liegen mal wieder so nah beieinander, dass die Grenzen fließend geworden sind. Vielleicht war die Liebe, die ich in deinen Augen ausgemacht zu haben glaubte, nur eine Reflexion der meinen. (Nebenbei: Ist das Kitsch?)

Verschwinde in meinen Büchern, wenn ich wieder auftauche, erschafft sich die Welt um mich herum von neuem. Eine Zeitlang hatte ich vergessen, was mich bedrückt.




























































































Lädst du mich zum Essen ein? s

Ein kleines bisschen Ausschließlichkeit.


  1. N: So, jetzt höre ich erst einmal auf, obwohl ich noch viel zu erzählen wüsste.
  2. Lass uns mal irgendwo reden.
  3. Zur Kirche gehen, über den Existentialismus diskutieren.
  4. Dann tu doch, was du willst. Geh zu jemandem hin, laber ihn voll oder mach sonst was.

Ulrich Woelk; Tod, Liebe, Verklärung: Wieder stelle ich mir die Frage, ob die Dinge anders gekommen wären, wenn ich damals anders reagiert hätte. Ich habe meine Wahrnehmung seinerzeit mit Hoffnung betäubt, das war, das ist meine Schuld. Realität ist immer eindeutig und jede Interpretation ist der Versuch, sie der eigenen Lage anzupassen. Hast du Depressionen?N















Verstehst du das richtig?

Denk nicht jetzt, denk morgen.








s


21.7.1997 beschwichtigung
du musst nämlich wissen

dass ich nicht immer so bin

das ist das wichtigste

ich aber immer so bin

wenn wir zusammen waren

dass ich mich geändert habe

zum guten hin und wieder zurück

und dass das mit uns kein gutes ende nehmen kann

musst du wissen

wenn da ein „das“ ist und wenn

das „das“ dann überhaupt ein ende nimmt
































Und wenn es auf meine Aufforderung hin etwas still geworden ist, pflege ich die wichtigste Frage zu stellen: „Was ist der Sinn des Lebens?“

Man kann ja nie wissen, vielleicht kennt einer die Antwort, und ich möchte sie mir wirklich ungern entgehen lassen, nur weil ich mich geniert habe zu fragen.

Es geht mir nicht um den Sinn des Lebens – das ist eine Nummer zu groß für mich. Wichtig ist, dass das Leben einen Sinn hat – Tag für Tag, Stunde für Stunde, was immer ich gerade mache.

Robert Fulghum, Mit einem Lächeln leben lernen

Mir ist, als wäre mir der Sinn abhanden gekommen.

© 2007 BY LK ...contact